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Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Wie es dir und deinem Schreibaby endlich besser geht

Wenn du mit einem Schreibaby gesegnet bist, kommt vermutlich irgendwann der Punkt, an dem du einfach nicht mehr kannst. Bei der kleinsten Kleinigkeit gehst du in die Luft. Eigentlich hast du dir deine erste Zeit mit dem Baby anders vorgestellt.

Eigentlich wolltest du dein Baby, wenn es weint, beruhigen, in den Schlaf wiegen oder singen, so dass es vertrauensvoll einschläft.

Was du dir so vorher nie vorgestellt hast…

Dann würde sich die nagenden Fragen des Selbstzweifels gar nicht stellen:

  • Was ist denn mit meinem Baby eigentlich los?
  • Was mache ich falsch?
  • Warum geht es mir und meinem Baby so schlecht?
  • Was machen andere Mütter besser als ich?

Wie es eigentlich sein sollte…

Dann würdest du das auch so hinbekommen, dass sich das Baby aufregt und weint, du es in den Arm nimmst, es streichelst und schuckelst und trägst und es sich mit der Zeit beruhigt. Du wärst selbst beruhigt, dass es deinem Kind gut geht und würdest euch stolz allen zeigen können. Dein Vertrauen in dich und dein Baby würde wachsen und eure Beziehung würde liebevoll wachsen und gedeihen. Du könntest zuversichtlich in die Zukunft schauen, welche Aufgaben sie auch bringen würde.

Die gute Nachricht

Du machst nichts anders als andere Mütter! Studien zeigen, dass Mütter von untröstlich weinenden Babys nicht weniger auf diese eingehen! Das heißt, die Reaktion auf ihr Baby ist von Grund auf nicht schlechter ist als bei Müttern von Nicht-Schreikindern.

Es wird klar, wie wichtig es ist, dass es zwischen Mama und Baby zu gegenseitigen positiven Erlebnissen kommt. Die Mutter wird bestätigt und verbindet positive Gefühle mit dem Zusammensein mit ihrem Baby. Die mütterlichen Kompetenzen werden gefördert und entwickeln sich.

Was du tun kannst, um deinem Ideal näher zu kommen

Die Beziehung zum Kind lebt auf und wächst, wenn in ruhigeren Zeiten die kleinen Signale des Babys wahrgenommen werden. Dann entstehen Gelegenheiten zu entspanntem Zwie“gespräch“ und Spiel.

Engelskreise durch Spielphasen

Vielleicht fragst du dich: Wie soll ich neben der ganzen Betreuung und Arbeit auch noch die Zeit finden, mit meinem Baby zu spielen?

Es klingt anstrengender, als es ist. Denn mit „Spielen“ ist nicht gemeint, dass du dein Kind „bespaßt“. Es ist viel einfacher, du musst nichts tun, außer dich manchmal auf eine Situation im Alltag mit deinem Baby einzulassen!

Das kann folgendermaßen ablaufen:

1. Blickkontakt

Spielen heißt, die Mutter oder das Kind setzen ein Signal, z. B. einen Blickkontakt, auf das die andere Person reagieren kann oder nicht. Vielleicht wird eine Kontaktaufnahme zunächst nicht erwidert, aber später wieder aufgenommen. Es können sich auch „Fehlstarts“ entwickeln. Sie bestehen aus Phasen des Engagements und Phasen von Schweigen, aus Phasen der Unterbrechung und Nachregulierung.

2. Spielerische gegenseitige Handlungen

Ist der Blickkontakt hergestellt, entwickelt sich oft ein Spiel, wie das Kitzeln an den Füßen beim Wickeln und das gemeinsame Lachen, beim Essen den Löffel knapp am Mund vorbeizuführen. Spiele können auch sein, in die gegenseitige Betrachtung des Gesichts zu versinken und es zu berühren.

Was mir geholfen hat

Mir haben zwei Dinge geholfen, mit meinem Baby und Kleinkind in Spielphasen zu kommen und sie mit dem Herzen zu verstehen:

Eine halbe Stunde am Tag

Während der Schwangerschaft habe ich meiner Tochter versprochen, dass ich ihr jeden Tag – wie beschäftigt ich auch sein mag – eine halbe Stunde meiner Zeit schenken werde. Eine halbe Stunde, in der ich mich in jeder Sekunde darum bemühe, mich auf sie einzulassen, das zu machen, was sie will, ihr zu helfen oder einfach bewusst bei ihr zu sein. Eine halbe Stunde ist eine überschaubare Zeit, ich kann die Uhr danach stellen und es katapultiert mich sofort aus meinem inneren rastlosen „Was muss ich noch tun“ heraus. Impulse kommen automatisch von ihr und irgendwann am Tag lasse ich mich wirklich länger darauf ein, statt einer häufigen „Nebenbei-Kommunikation“.

Sie dankt es mir immer mit ihrer spürbaren Zuwendung, indem sie meine Nähe sucht, mich anspricht, bei mir sein will – ein unglaublich schönes Gefühl, das mich innerlich aufleben lässt und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, wenn ich sie sehe.

Nachmachen, was sie macht

Eine Übung, mich auf sie einzulassen, hat sich dabei spontan entwickelt. Wenn ich mir schwer tue, gedanklich aus dem vorherigen Trott von Aufräumen o.  Ä. herauszukommen, begebe ich mich körperlich auf die Ebene meiner Tochter. Das heißt, ich mache das nach, was sie tut. Liegt sie auf dem Boden lege ich mich dazu. Strampelt sie, strample ich ebenso. Diese Übung hat mir geholfen, zu fühlen, was sie fühlt, und sie dadurch besser zu verstehen.

Impulse für eine schöne Situation am Tag

  • Wann kannst du dich ab heute einmal am Tag an und mit deinem Kind über etwas freuen? Wann könnt ihr einmal zusammen lachen, schmunzeln?
  • Wie kannst du dich einmal am Tag durch die Anwesenheit deines Babys innerlich nähren und es euch gut sein lassen?
  • In welcher Situation kannst du dir am Abend noch einmal an diese Situation erinnern und dich daran erfreuen?

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