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Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Schlaf und Essen/Trinken sind Bedürfnisse, die wir gut kennen und anderen zugestehen, wenn sie sie äußern. Wie aber ist mit Bedürfnissen wie Sicherheit, Anerkennung oder Freiheit? Da wird das Ganze schon komplexer. Sicherheit kann etwas materielles oder etwas emotionales sein. Beispielsweise eine Wohnung haben oder sich sicher fühlen, z.B. durch eine eine Beziehung zu einem mir freundlich gesinnten Menschen. Eigentlich sind Bedürfnisse immer mit Emotionen verbunden.

Gestern waren wir zu viert unterwegs. Die Große hat Sommerferien und als Programmpunkt war eine Reitstunde geplant. Sie war voller Vorfreude. Wir mussten mit dem Auto über ein halbe Stunde anfahren. Das Reiten gefiel ihr und wir wollten danach noch im benachbarten Wald spazieren gehen.

Da heißt, vor allem ich hatte mich sehr auf den Wald und das Laufen gefreut. Der Papa wollte möglichst wenig Stress. Wir saßen auf einer Wiese vor den Stallungen und teilten uns den mitgebrachten Nussmix. Der Kleine wollte spielen, also an einem Ort bleiben.Und das ging an diesem Tag leider überhaupt nicht zusammen. Jede noch so kurze Strecke kommentierte er mit Gejammere. Eigentlich völlig verständlich – hatte er doch bereits im Auto ruhig sitzen müssen. Während der Reitstunde ließ ihn mein Mann nicht runter wegen den Pferden, wir wären mit ihm besser an einen Platz gegangen, an dem er sich frei bewegen könnte. Und so war er nicht zu bewegen, in die Kraxe zu steigen.

Aber ich brauchte diesen Spaziergang so dringend. Ich musste mal etwas anderes sehen, als nur zuhause. Ich brauchte Ruhe und Erholung, die ich im Wald finde. Und ich brauchte die Bewegung für mein körperliches Wohlbefinden.

Es lief auf einen Kompromis hinaus, mit stellenweise aufgeteilten Gruppen. Ich lief mit der Großen ein Stück voraus und wir nahmen den Protest des Kleinen in Kauf. Zum Teil trug ich ihn, manchmal blieben wir am Ort, um zu spielen. Größtenteils war es jedoch eine „Bespaßung“ des Kleinen, um ihn zum Durchhalten zu motivieren.

Erst abends bekam er dann nochmal eine lange Spieleinheit in der Badewanne, in der er selbstgesteuert agieren konnte und ich richtig viel Zeit für ihn hatte. Für mich war es immerhin eine kurze Bewegungseinheit, die mir gut tat und mich freute – allerdings für einen zu hohen Preis. Es war Stress für uns, alles unter einen Hut zu bringen. In der Konsequenz werden wir das derzeit so wohl nicht mehr machen. 

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