Kostenlos anmelden zur 4-Wochen-Begleitung vom 11. April bis 6. Mai

Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Über mich

Nach der Schule war ich in pädagogischen Berufsfeldern unterwegs als Lehrerin und Dozentin (Studium Lehramt für Gymnasien (Sport/ Religion), Promotion im Fach Sportpädagogik, Referendariat und zweites Staatsexamen, Dozentin an der Universität Rostock).

Nach der autodidaktischen Einarbeitung und einer Weiterbildung in die lösungsorientierte Kurzberatung habe ich mich 2020 mit meiner Familienpraxis selbständig gemacht. Hier berate ich Mamas von Schreibaby und halte Vorträge zur Schreiproblematik.

Motiviert wurde ich dazu durch die Erfahrungen mit meinem ersten Kind. Immer wieder begegneten mir Vorstellungen von anderen Menschen, die mich schwächten. Nach der Geburt ganz körperlich, als mir das Kind auf dem Bauch weggenommen wurde, um ihr die Nase abzusaugen. Später als mir zum Beispiel im Pekip-Kurs vermittelt wurde, dass ich und eine andere Mutter mit Schreibaby irgendetwas falsch machen würden. In der Konsequenz schrieb ich darüber ein Buch mit dem Titel „Die Ruheberatung – Vom Glück, ein Schreibaby zu haben.“ Weil ich selbst erlebt habe, wie das Leben mit Schreibaby ist, kann ich mit Mamas auf Augenhöhe sprechen. Mir geht es nicht um reine Theorievermittlung, die Theorie ist Mittel zum Zweck, um eigene Gedanken zu klären. In meiner Arbeit geht es mir darum, dass die Mütter sich wandeln und sich selbst die beste Freundin werden – egal was ihr Umfeld sagt.

AUSZUG AUS MEINEM BUCH:

die Schilderung meines Tagesablaufes mit Schreibaby:

„Nach der durchwachten Nacht mit Schreikind wurde ich morgens vom Weinen meines Babys geweckt und stand mit ihr auf. Nach dem Wickeln und Stillen, was glücklicherweise von Anfang gut geklappt hatte, versuchte ich sie ab und zu auf das Sofa abzulegen, was nicht funktionierte, da sie wieder anfing zu weinen. Relativ schnell wurde sie nach einer dreiviertel Stunde, Stunde müde und begann ab und zu Augen zu reiben und vermehrt zu quengeln. Ab dann musste sie wieder in den Schlaf begleitet werden, sollte sie sich nicht völlig einschreien. Denn war ich nicht beim Einschlafen dabei, kam sie an einen Punkt, an dem das Einschlafen nur noch aus völliger Erschöpfung vor lauter Schreien möglich war, was uns allen beiden den letzten Nerv raubte und ich unbedingt vermeiden wollte. Das heißt, ich legte sie dann mit Schnuller im Mund bei mir auf den Beinen in die Seitlage, ihren Kopf in meinen Händen und schaukelte sie mit den Beinen hin und her. Dabei saß ich oft im Wohnzimmer auf der Couch auf der Lehne, welche die richtige Höhe dafür hatte, vornübergebeugt, oft eine halbe oder dreiviertel Stunde bis Stunde lang.
Wenn sie dann eingeschlafen war, konnte ich zumindest den Rücken entspannen, aber das Kind ablegen war nicht möglich, ohne dass sie aufwachte. Wenn ich sie einmal ablegen konnte, dann nur in unseren Stubenwagen, in dem ihr Köpfen sanft hin und her wackelte. Allerdings schlief sie dort nicht alleine, stundenlang mussten wir sie darin hin und her schieben.
Manchmal nach einer viertel oder halben Stunde, manchmal auch später wachte sie wieder weinend auf. Zu dem Zeitpunkt hatte sich dann der Hunger bei mir schon deutlich bemerkbar gemacht. Dennoch war keine Zeit, etwas zu essen, denn es ging mit dem Weinen ja weiter und die Routine zwischen den Schlafzeiten von vorne los: wickeln, stillen, der Versuch, sie mal abzulegen, vermehrtes Quengeln und die Begleitung in den Schlaf. Bis zur Mittagszeit hatte ich sie zwei- bis dreimal in den Schlaf gebracht und zur Mittagszeit war ich fertig – physisch und psychisch. Ich hatte mittlerweile großen Hunger und ein riesiges Bedürfnis nach Entspannung, doch ab Mittag ging es weiter so und wurde deshalb für mich mit einer hastig und nebenbei gegessenem Mahlzeit und ohne wirkliche Pause erst richtig anstrengend. Denn wenn sie eine Weile wach war und der Tag fortgeschritten, klappte es immer schlechter mit dem Einschlafen und sie weinte mehr und untröstlicher. Nachmittags um vier, fünf Uhr war ich am Ende, oft schon um zwei, drei Uhr. Ich hatte das Kind vier- fünfmal in den Schlaf begleitet und wartete nur noch auf die Rückkehr meines Mannes, um ihm das Kind in die Hand zu drücken.“

Familienpraxis Dr. Simone Lang

Cart Overview