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Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Am Wochenende gehen wir gerne in den Wald. Zur Mittagspause mit Picknick war die Frage offen, wo wir uns hinsetzen. Meine Tochter wollte gerne in einem umgestürzten Baumstamm sitzen, aber wohin dann mit dem schlafenden Kleinen im Kinderwagen?

Das Ganze hatte bereits einige Zeit vorher angefangen – als wir begonnen hatten, den Picknickplatz auszusuchen. Der Waldweg führt bis zur Küste und der Blick öffnet sich beim Hinaustreten aufs Meer. Dort, in der Düne ist einer unserer Lieblingsplätze, und die Große wollte dort essen. Ich argumentierte, aufgrund des kalten Windes fände ich des besser, etwas geschützt in den Wald zu gehen. Der Papa war das Zünglein an der Waage. Tatsächlich wollte auch er mit dünner Jeans eher im windgeschützten Bereich der Baumwurzeln und Bäume sitzen. Meine Tochter sagte nichts, ging auch anstandslos mit, aber ihre schlechte Stimmung war ihr anzumerken.

Der perfekte Picknickplatz am Meer

Im Schutz einiger strandnaher Bäume ging es ans „Feintuning“. Mit dem Kinderwagen überlegten wir, welcher Sitzplatz es sein sollte und meine Tochter war nun nicht mehr gewillt, ihren Willen, dass sie im Geäst eines umgefallenen Baumes sitzen wollte, aufzugeben. Ich hatte eine kleine Bucht mit zwei liegenden Stämmen ins Auge gefasst. Die Große spürte natürlich, dass ich sie gerne dabei hätte und auch sie würde ja eigentlich gerne mit uns zusammensitzen – aber halt in der Baumkrone, was sie nochmals bekräftigte: „Also ich setze mich aber dahin.“ Gutwillig gestand sie mir dann aber zumindest mit dem Wagen zu, dass ich mich ruhig in die Bucht setzen solle. So schob ich los, stellte ab, packte aus und verteilte Brotboxen und Trinkbehälter. Und siehe da, hatte meine Tochter nicht etwa einen umgefallenen Baumstamm hoch über uns gefunden und konnte so in einer (anderen) Baumkrone und trotzdem bei uns sitzen? Vergnügt thronte sie mit baumelnden Beinen über uns und ließ sich majestätisch ihr Essen nach oben reichen – ihre Stimmung war königinnenlich.

Zurück zum Zug

Auf dem Rückweg wurde der Großen die Zeit lang und die Beine schwer. Zudem waren wir für unseren Zug zurück noch eine Stunde zu früh, so dass wir überlegten, wo wir Rast machen könnten. An der Bahnhaltestelle warb ein Aufsteller für ein griechisches Restaurant, das in die nähere Auswahl kam. Um genau zu sein, es gab keine Auswahl, wir waren irgendwo zwischen nichts und nirgendwo und die Griechin die einzige Wahl. Wir, also besser gesagt, ich, verschönere ja gerne die deutsche Sprache mit weiblichen Wortformen, Luise Pusch sei gegrüßt. Immer wenn ich explizit die weibliche Form nenne, fügen wir schön brav dann auch den Mann dazu. Wenn „Grieche“ geschlechtsübergreifend sein soll, braucht man eine eigene Sprachendung. Also vielleicht gab´s in dem Lokal zur Griechin auch einen Griecherich, den hätten wir dann mitbesucht. Allerdings war die Müdigkeit in den Beinen meiner Tochter dann soweit fortgeschritten, dass sie die zwei Kilometer zu der und dem Griechen nurnoch hätte kriechen können. Da haben wirs lieber gelassen.

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