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Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Schlafende Familie Mama Papa Baby

Bisher habe ich wenig über das Schlafen lernen geschrieben. Der Grund ist, dass sich in den ersten Monaten nach der Geburt ein Rhythmus eingespielt hatte, der sich ertragen ließ.

Familienbett, Stillen und chronische Übermüdung

Wir schlafen alle vier in einem riesigen Familienbett mit zwei ein Meter vierzig Matratzen. Der Kleine wachte am Anfang nach den ersten Wochen 5 bis 6 mal auf, ich gab ihm die Brust und wir schliefen bestenfalls beide wieder ein. Ich stille gerne. Das Stillen war die schnellste Möglichkeit, ihn zu beruhigen und teilweise bin ich selbst dabei kaum aufgewacht. Im Laufe der Monate spielte sich in guten Nächten dann ein Rhythmus von 3 bis 4 mal trinken ein. 

In schlechten Nächten wollte und will er öfter trinken und ich schlafe schlecht wieder ein. Dann bin ich tagsüber oft chronisch übermüdet. Gerade wenn ich Sorgen wälze, da bin ich mindestens einmal wach und brauche, um wieder müde zu werden. 

Monster unterm Bett

Warum tue ich mir das an? Bei meiner Tochter habe ich mit dem Schlafrhythmus viel mehr gekämpft, um sie an ein eigenes Bett zu gewöhnen oder nachts abzustillen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich Prozesse zwar abkürzen lassen, aber zum Teil zu hohen emotionalen Kosten.

Was es bringt, mit dem Rhythmus und der Bereitschaft des Kindes zu gehen, habe ich erfahren, als meine Tochter dann im Familienbett irgendwann nach drei, vier Jahren tatsächlich begann, durchzuschlafen. Sie hat fast nie Alpträume, warum auch. Mama und Papa liegen nebenan, das kann sie bei jedem Aufwachen nachts spüren. Wir haben keine Probleme mit dem Einschlafen. Wenn sie müde ist, wird sie ein manchmal knörig und hat keine Lust aufs Zähneputzen, aber legt sich ins Bett und schläft einfach ein. Und durch. Und wacht ausgeschlafen auf. Und das seit nunmehr mehr als vier Jahren. Monster unterm Bett? Fehlanzeige…

Durchschlafen: Erholung für die Mama

Bei dem Kleinen mit zwei Jahren sind wir noch weit davon entfernt. Gerade sind wir einen Schritt in die Richtung gegangen, mich mehr zu entlasten. Deshalb habe ich mit der Großen seit eineinhalb Wochen ein zweites Bettenlager im Kinderzimmer aufgemacht und schlafe dort den ersten Teil der Nacht mal richtig durch – meine Hauptregenerationszeit. Der Kleine ist mit dem Papa oben im Familienbett und meckert, wenn ich nicht da bin, ist aber zu müde, um mit dem Papa runter zu kommen. Die ersten Nacht hat war er zweimal lange wach, das zweite Mal bin ich dann nach oben gekommen, als ich aufgewacht bin und die beiden saßen spielend auf dem Fußboden. Naja, also der Kleine spielte, der Papa versuchte die Augen offen zu halten… So haben sich die Stillzeiten auf ein bis zweimal pro Nacht verringert, wenn ich dann hochkomme.

Einschlafen lernen

Jetzt, zur Sommerzeit, bleiben alle länger wach, am längsten das jüngste Familienmitglied. Seit einiger Zeit will er abends nicht mehr ins Bett, sondern läuft zu Hochform auf und will spielen. Eine Zeit lang sind wir mit gegangen, die Phase hatte er schon einmal und ist dann teilweise auf dem Boden vor dem Bett eingeschlafen. Seit die Zeit sich von neun auf halb zehn, auf zehn Uhr abends verschoben hat, sind wir selbst zu müde und wir gehen einen Schritt zurück. 

Erstens: Ich bringe ihn wieder ins Bett und wir werden vorher schon eine ganze Weile zusammen ruhiger.

Zweitens: Der gute alte Kinderwagen als Einschlafhilfe wird wieder eingesetzt. Wenn klar ist, dass der Kleine müde ist, vorher nochmal in Kontakt mit mir gekommen ist, wird er in den Fahrradanhänger gepackt. Das ist eine gewohnte Schlafumgebung und mit dem leichten Schuckeln schläft er ein. Ich trage ihn dann ins Bett.

Wie lange das noch so geht?

Ich weiß es nicht. Jetzt bin ich erstmal froh, dass es Tage gibt, an denen ich mich morgens tatsächlich mal wieder richtig ausgeschlafen fühle.

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