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Familienpraxis 

Dr. Simone Lang

Der Abstillprozess wurde durch die Ferien unterbrochen – vor allem in der Jugendherberge, in der wir eine Woche waren, verweigerte er beinahe komplett die angebotenen Speisen. Da war es entspannter, wieder auf Milchkost umzusteigen. Seit wir wieder zuhause sind, isst er wieder seine gewohnten Dinge: Gemüserisotto, Süßkartoffelbrei, Milchreis, Maispuffer. Und neben Kirschen mag er auch Mirabellen, wie ich Park festgestellt habe… Aber vom Trinken an der Brust mag er trotzdem nicht lassen. Der kleine Prinz probiert gerne Miniportiönchen der angebotenen Speisen, trinkt dann hinterher aber trotzdem nochmal, wenns mit dem Löffel und dem Sitzenbleiben zu anstrengend wird… So ist gerade vorsichtiges Herantasten an die Stillzeiten vor dem Urlaub angesagt – dreimal am Tag und zweimal in der Nacht. Was hinten und vorne nicht klappt. Stillen bedeutet es für uns auch immer gemeinsame Auszeiten, deshalb mache ich mir und ihm keinen Druck. 

Hilfreich hat sich erwiesen, wenn morgens mein Partner füttert. Ansonsten muss ich sehr klar sein, Essen für ihn vorbereiten und mich mit ihm hinsetzen, dann klappt das Essen. Wenn er Essen verweigert, dann wirklich eine Weile warten, bis ich ihm wieder etwas anbiete. Wenn es Reis mit Süßkartoffel und Karotte war, was wir in kleinen Dreiecken einer Eiswürfelform weggefroren haben, dann mag er das nicht das nächste Mal angeboten, sondern lehnt es wieder ab. Das heißt, ich biete ihm das nächste Mal etwas anderes an, z.B. hole ich eingefrorenen Milchreis heraus, und biete ihm dann den Reis erst beim übernächsten Mal wieder an.

Beim Essen möchte er am liebsten alles selbst machen. Die Breis eignen sich dafür ganz gut, sie sind so fest, dass sie am Löffel kleben bleiben. So lasse ich ihn tatsächlich auch öfter eine Weile selbst löffeln, da er schon recht gut den Mund trifft. Und wenn er Hunger hat, auch recht zielstrebig isst. Dabei habe ich einen „2-Löffel-Trick“. Einen kleinen Löffel bekommt er, einen ich. Solange er mit dem Ablutschen das einen Löffels beschäftigt ist, schaufle ich schon neuen Brei auf den anderen – in kleinen, flachen Portionen. Muss es schneller gehen, frage ich nach seinem Löffel und wir tauschen, das Spiel beginnt von vorne. Oder er möchte selbst Löffeln, dann biete ich ihm immer zwischen seinen Versuchen mit dem anderen Löffel Portionen an. So landet auch etwas im Magen, wenn auf seinem Löffel mehr daneben geht als in den Mund. Dabei sind wir in ganz guter Übereinstimmung – ich bin sicher, dass er auch etwas ist und die Sauerrei außen herum nicht allzu groß ist, er kann alleine essen üben.

Ich achte darauf, dass Stillen und Mahlzeiten im Wechsel sind. Hat er getrunken und signalisiert nach einer Zeit, dass er wieder trinken möchte, gebe ich ihm Wasser im Fläschchen oder auch mal aus dem Glas, und dann Brei oder Gemüsestückchen. Lässt er sich nicht auf Essen ein, trinkt er zumeist etwas. Dann gibt es auch kein Trinken an der Brust. Ausnahmen mache ich beim Trinken nach dem Essen („Kuschel-Trinken“) oder wenn er schlecht drauf ist. Entweder weil wieder zuviel außen herum um ihn los ist und er es nicht verarbeitet bekommt. Oder weil er müde ist, etwas nicht für ihn passt. Es ist merkbar, dass er beispielsweise morgens nach dem Aufstehen schon gar nicht mehr die Brust „anfragt“ (also verstärkt zu mir kommt, Mama sagt, den Kopf zu meiner Brust drückt, jammert) sondern schon festes Essen gewohnt ist. Oder anfragt, dann aber auch festes Essen und Wasser/ Tee akzeptiert. So geht es wieder voran, in langsamen Schritten. Ich bin zufrieden.

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